Schmerzen


 

 

Akutschmerzen zeigen eine Fehlfunktion oder eine Verletzung an. Der Schmerz hat somit eine Warnfunktion und "erinnert" an Schonung, damit eine Fehlfunktion oder die Verletzung heilen kann. Ist dies geschehen, so endet der Schmerz meist. Eine medikamentöse Therapie während der Heilungsphase dient der Verbesserung der Lebensqualität.


 

Chronische Schmerzen basieren nicht nur auf einer Fehlfunktion oder einer Verletzung, sondern sind Ausdruck eines komplexen Prozesses, des "bio-psycho-sozialen Modells der Entstehung chronischer Schmerzen". Die Behandlung chronischer Schmerzen, u.a. auch die Behandlung von Schmerzen im unteren aber auch oberen Rücken, unterscheidet sich grundlegend von der akuter Schmerzen. Beim chronischen Schmerz ist die o. g. Warnfunktion verloren gegangen. Dennoch werden chronische Schmerzen nicht selten mit Schonung und Schmerzmitteln behandelt, ohne sich auf die Suche nach der Ursache zu machen.

Die Behandlung chronischer Schmerzen ist jedoch viel mehr als nur die Gabe von Medikamenten. Sie setzt vielmehr eine intensive Suche nach der Ursache voraus. Meine Suche folgt dem bio-psycho-sozialen Modell der Entstehung von chronischen Schmerzen und sieht Sie als PatientIn immer im Mittelpunkt.

 



Schmerzen im unteren Rücken ("Kreuzschmerzen")


 


Schmerzen im unteren Rücken, lumbale Rückenschmerzen oder Kreuzschmerzen sind eine sehr häufige Problematik. Die "Lebenszeitprävalenz" für Schmerzen im unteren Rücken, also die Wahrscheinlichkeit, innerhalb des Lebens mindestens einmal Schmerzen im unteren Rücken zu erleben, liegt in Deutschland nach aktueller Studienlage bei über 90%. In der überwiegenden Anzahl der Fälle handelt es sich um eine akute, meist muskulär bedingte Schmerzursache. Bei unzureichender oder falscher Behandlung droht jedoch die Chronifizierung und damit dauerhafte Schmerzen im unteren Rücken.